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Jeder von uns kennt den Stress in seinen verschiedensten Formen. Generell ist es so, dass man ein gewisses Mass an Stress benötigt, um zu wachsen und leistungsfähig zu sein. Ist kein Druck da, wieso sollte ich dann performen? Der Stress kann also positiv sein! Verliere ich aber die Kontrolle über den Druck der auf mich ausgeübt wird, kippt es schnell ins Negative und schadet meiner physischen und psychischen Gesundheit.
Das nachfolgende Bild ist klassisch in der Psychologie und veranschaulicht Stress/Druck mit seinen Konsequenzen:

Definieren wir als erstes einmal den Begriff Komfortzone an sich. Das ist eigentlich der Bereich, das System oder das Umfeld, in dem wir uns befinden und das funktioniert und vor Allem, uns keine Probleme bereitet.
In meinem Beruf, der Informatik, gibt es diverse Kernaussagen zu diesem Bereich. Z. Bsp. „Never touch a running system“ (verändere nichts an einem System das läuft» oder «Never change a winning team» (eine Teamzusammensetzung, die sich bewährt hat sollte nicht verändert werden). Diese Prinzipien sollen verhindern, dass der laufende, bewährte Prozess gestört wird und Probleme macht oder schwierig wird. Die Kehrseite der Medaille ist aber auch, dass dieses System, dieser Prozess oder dieses Team mit diesem Prinzip unbeweglich bleibt und sich nicht grundlegend verbessern kann. Man befindet sich also in der Komfortzone, wo möglichst keine Fehler passieren und alles seinen gewohnten Gang geht. Faktisch bedeutet dies nun aber auch einen Stillstand in der Entwicklung.
Eigentlich ist jemand, der sich in der Komfortzone bewegt jemand, der Angst hat Fehler zu machen und sich lieber in die gewohnte Umgebung, die ja funktioniert, zurückzieht.
Ich hatte als Wirtschaftsinformatiker, der die Aufgabe hatte, neue Systeme einzuführen, alte Systeme abzulösen und Prozesse zu verändern jeweils mit Widerstand zu kämpfen. Der Mensch an sich hat einen inneren Widerstand dagegen, etwas, das ja schon 20 Jahre gut funktioniert hat, an das er sich gewöhnt ist und das er kennt, zu verändern. Was will jetzt der, der mit seinen neuen Ideen meine heile Welt zu stören versucht. Es war bei jedem neuen Projekt immer und immer wieder dasselbe Thema. Ich musste mich nicht nur darum kümmern, das neue Projekt/die neuen Prozesse erfolgreich zu entwickeln und zu implementieren, sondern musste mich auch um den unweigerlichen Widerstand kümmern, der mir jedes Mal entgegenschlug. Ich war jeweils der grosse Störfaktor in der jeweiligen Komfortzone, per se also der Mensch, der Ärger macht.
Ein Mensch muss sich aber auch bewusst sein, dass Leben an sich Veränderung bedeutet. Ohne Veränderung keine Veränderung, also Stillstand. Würde man sich also nur noch in diesen Komfortzonen bewegen, hätten wir heute noch keine Industrien, Autos, Medikamente, alternative Energien oder gar künstliche Intelligenz. Wir würden heute noch in Höhlen wohnen, jagen und Beeren sammeln.
Die Ernährung ist ein sehr wichtiger Pfeiler eines gesunden Lebens. Die Ernährung hat Einfluss auf unser physisches und psychisches Empfinden. Während der letzten Jahre habe ich mich etwas näher damit auseinandergesetzt, da ich gemerkt habe, dass ich hier optimieren muss, um der immer wieder mal auftretende Energielosigkeit und Schlappheit erfolgreich begegnen zu können.
Ich habe mir durch einiges an Literatur und Coachings erst mal eine Basis an Wissen und Erkenntnissen zulegen müssen damit ich korrekt optimieren konnte. Ich versuche nachfolgend dieses Wissen kompakt wiederzugeben.
Es spielt keine Rolle, mit welcher Diät oder Essensform man Gewicht verlieren möchte, am Ende läuft es immer auf dasselbe hinaus. Wer abnehmen will muss in eine negative Energiebilanz gehen. Weniger Energie (Kalorien) aufnehmen, als ihr am Tage verbraucht. Mehr Energie wird unweigerlich als Fettdepots für schlechte Zeiten gespeichert.
Wer im Körper-, resp. Muskelaufbau mit Training ist, benötigt eine positive Energiebilanz, muss also in kontrolliertem Masse mehr Kalorien aufnehmen als er verbraucht.
Wer mit sich zufrieden ist und weder zunehmen noch abnehmen möchte, muss seine Energiebilanz ausgeglichen gestalten und sie in Balance halten.
Bei all diesen Vorgehen gibt es einige Regeln zu beachten:
Der Körper hat für sich einen individuellen Grundumsatz. Der Grundumsatz ist die Menge an Energie (Kalorien), die der Körper braucht, um seine Grundfunktionen im Ruhezustand zu erfüllen (Atmen, blinzeln, sitzen etc.) und sollte keinesfalls unterschritten werden, wenn man sich nicht schaden will.
Der Arbeitsumsatz bezeichnet den Teil des Umsatzes, welcher zur Erledigung der täglichen Arbeit oder eines Trainings verbraucht wird. Also einfach gesagt, was unseren Körper ausserhalb des Ruhezustandes verbraucht.
Die Zusatzkalorien werden für den Aufbau benötigt. Im positiven Fall für den Aufbau von Muskeln, im (überwiegend) negativen Fall für den Aufbau von Fettdepots.

Die Situation kennt jeder von uns, wir sagen ja zu einem Date, einem Treffen zu, das von jemand anderem initialisiert wurde, obwohl wir eigentlich keine Lust darauf haben. Der Termin belastet uns den ganzen Tag, da wir ja eigentlich nicht hingehen möchten und der Abend ist gefühlsmässig vernichtet. Warum tun wir uns das an? Wir möchten die andere Person nicht vor den Kopf stossen und es ihr recht machen. Wir haben also auf unsere (mentalen) Kosten die Ansprüche von jemandem anderen erfüllt. Es bewahrheitet sich einmal mehr die Aussage: „Everybodys darling is everbodys as….!). Im englischen Sprachraum hat sich für solche Menschen der Begriff „People pleaser“ etabliert. Es jedem recht machen zu wollen und das geht bekanntlich nicht. Wer diesen Kampf anfängt hat schon von Beginn weg verloren.
Dieses Thema ist aktuell, und zu Recht, in allen Medien und wird rauf und runter diskutiert.
Es stellen sich dazu mehrere Fragen.
Ab wann muss ich eine Beziehung als toxisch taxieren? Ich stufe eine Beziehung dann als toxisch ein, wenn sie mir mehr negative als positive Energie gibt oder einen manipulativen Charakter aufweist. Eine gesunde Beziehung hält diese beiden Aspekte einigermassen in Balance. Eine toxische Beziehung ist in erster Linie einfach belastend und störend.
Ist eine Beziehung von Anfang an toxisch? Nicht unbedingt. Falls man Pech hat, gerät man bei der Partnerwahl an einen Narzissten, dann merkt man es spätestens, nachdem die rosa Brille verpufft ist. Relativ schnell merkt man es, wenn man es mit einer Person mit psychischer oder suchtbedingter Störung zu tun hat. Meiner Meinung nach können Beziehungen aber auch mit der Zeit toxisch werden. Dies geschieht normalerweise nicht mit böser Absicht. Wir selbst, wie auch die Welt um uns herum, unterstehen einer stetigen Veränderung.
Eines der Themen, das mir am wichtigsten ist. Ich habe gerade die Netflix-Doku „Der Fall Alex Schwazer“ fertig gesehen und gewusst, dass ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mich an diesen Beitrag zu setzen. Die Doku an sich ist schon interessant, aber wenn ihr nach diesem Beitrag vielleicht in diese Dokumentation schaut, konzentriert euch vor allem auf den Menschen Alex Schwazer. Wie er seinen Fokus setzt und wie sich sein Fokus mit der Änderung seines Umfeldes und der Umstände verschiebt.
Jeder hört immer wieder den Satz „Konzentriere dich doch bitte mal“, was eigentlich nichts anderes heisst als setz deinen aktuellen Fokus auf dieses oder jenes Thema. Ob bei der Arbeit, der Schule, dem Studium, dem Sport oder anderswo, es heisst immer konzentriere dich! Zu diesem Thema darf nicht verschwiegen werden, dass die Konzentration auf einen Zustand auch negativ werden kann. Wer regelmässig im Fitnesscenter trainiert oder Bergwanderungen unternimmt kennt die Situation. Irgendwann kommt der Moment, wenn man nicht mehr kann. In diesem Moment kommt mir immer wieder der Satz meiner Exfrau in den Sinn: „Das ist nur in deinem Kopf“. Und sie hat recht. Der Kopf (immer wieder auch als innerer Schweinehund bezeichnet), versucht dir irgendwann zu sagen, es reicht jetzt. Dein Körper kann jedoch noch einiges mehr leisten, du musst nur deinen Kopf überlisten. Ich sage mir den genannten Satz immer wieder, wenn ich an meine scheinbaren Grenzen stosse und das funktioniert erstaunlich gut und ich kann immer noch ein wenig mehr aus meinem Körper holen.